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Die Lebensmitte ist bunt und wechselvoll, spannend und anstrengend. Wer Anfang Vierzig bis Mitte Fünfzig ist, kann ein Lied davon singen.

In meinem neuen Buch "Ich will nicht mehr 20 sein. Das Weltwissen der Babyboomer" beschreibe ich die Freuden und Leiden der Lebensmitte, die mit der Lebensmitte unserer Eltern so gar nichts mehr gemein hat.

Die Mittelalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, das sind die sogenannten Babyboomer - Kinder, geboren in einer Zeit, als das Kinderkriegen noch geboomt hat. Streng genommen handelt es sich um die Geburtsjahrgänge 1959 bis 1964, doch frühere und spätere Jahrgänge dürfen sich fraglos noch hinzuzählen.

In meinem früheren Buch "Wir Babyboomer". Wir waren immer beschreibe ich die Prägungen und die Entwicklung dieser Generation zwischen den Achtundsechzigern und der Generation Golf. "Ich will nicht mehr 20 sein. Das Weltwissen der Babyboomer" bemühe ich mich um eine "Wasserstandsmeldung" über unsere Generation und wage einen Ausblick auf unsere Zukunft.

Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung über die Lektüre! In Kürze beginne ich ein Babyboomer-Tagebuch, für das Sie mir hoffentlich viele Kommentare und Fotos schicken.

Schicken Sie ihre Texte, Fotos und Filmausschnitte über unsere Kontakt-Seite oder sagen Sie Ihre Meinung zu den schon vorhandenen Texten.

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Eine schöne Rückwärtszeitreise dieses Buch
Allein zum Thema Schule gibts ja noch soviel Erlebnisfragmente und spontan fällt mir da noch etwas zur Schulzeit ein. In meinem Heimatort einer Kleinstadt am Fuße der schwäbischen Alb, herrschte ob der vielen Kinder ein erheblicher Schulraummangel. Diesem Schulraummangel wurde in meiner Grundschulzeit ab 1966, mittels einer aus heutiger Sicht gleichfalls bodenständigen und im nachhinein orginellen Doppelstrategie begegnet.
Zum Einen, mit einer etwas anderen Art der “Kinderlandverschickung” als ca. 20- 25 Jahre vorher, wurden wir Kinder von unserer Kleinstadt aus per Bus in ein kleines Dorf oben auf die Alb gefahren. Hier waren wir in einer Art Mehrzweckbau der Gemeinde untergebracht , welcher natürlich mit hohem Einsatz an Waschbeton gebaut war und nur 2 Klassenrüme bot. Ebenso hatten wir einen Lehrer ( Herr Lorenz )für alle Fächer. Unser Lehrer, welcher damals schon die 60 überschritten hatte, war immer mit dem typischen weissen Lehrermantel ( Länge mindestens bis auf Kniehöhe, meistens jedoch noch tiefer )bekleidet, welchen ich ca. Mitte der 70′er das letzte Mal an einer Lehrkraft bewusst wahrgenommen habe . In seinem und unserem Wortschatz gab es im Gegensatz zu heute absolut keine Anglizismen. Jeans waren noch Texashosen oder Nietenhosen und unsere heissgeliebten “Felix” ,”Bessy” und “Wastl” Comics waren noch Heftchen mit einem etwas “schundigem” Gschmäckle.

Zum Anderen wurde der Schulraumnot innerhalb unserer Kleinstadt mit billigen und dünnwandigen Pressspan -Pavillions begegnet, welche im Schulhof oder auf dem Parkplatz vor der Schule aufgebaut wurden, um der Schülerflut zu begegnen.
Auch hier drängt sich mir ein Vergleich an die Zeiten ca. 20- 25 Jahre vor meiner Grundschulzeit auf.
Hier mussten die vielen Flüchtlinge aus den Ostgebieten ebenfalls in behelfsmäßigen und improvisierten Bauten ( Nissenhütten )untergebracht
werden.

Danke für dieses Buch.

Wir sind viele und können vor allem noch viel viel mehr erzählen, das Buch ist wie der vielzitierte Eisberg. Wir sind die letzte Generation welche noch nicht ganzheitlich vom Medientsunami ertränkt und überflutet werden konnte und sich dessen mal mehr oder auch mal weniger bewusst ist und mal mehr oder mal weniger , dagegen ankämpft.
Wir waren die letzten Kinder, welche noch unbeschwert im Wald “Lägerle” bauen konnten und durften.

Hallo,
schade. Eigentlich ein Thema, das man mit Humor, Hintersinn und geschichtlichen Entwicklungen der Zeit gut verarbeiten könnte. Habe aber selten ein so schlecht geschriebenes Buch gelesen. Der Stil soll offenbar ironisch sein? Ist aber platt und espritlos. Die Themen sind ohne roten Faden aneinandergereiht. Offenbar hat man sich im Lektorat gedacht: “Generation Golf” hat funktioniert. Also versuchen wir es auch mal. Vielleicht sollte man sich dann einen Autor suchen, der schreiben kann? Bin nur froh, dass ich für das Buch auf dem Bücherflohmarkt nur 0,50 € gezahlt habe. Mehr ist es auch nicht wert. – Gruß, Sonja

Wer wie ich als Jahrgang 1962 zur WDR2-Abendmusik mit den Carpenters, Dionne Warwick (“Do you know the way to San José?”) und “Puppet on the string” eingeschlafen ist, kramt so etwas jetzt wieder hervor. Zum Glück haben meinen Musikgeschmack dann Pink Floyd, Joni Mitchell und Kate Bush geprägt. Liebe auf den ersten Takt, als ich ihren allerersten Auftritt bei Bios Bahnhof am Bildschirm miterlebt habe: “Wuthering Hights” am 9. Februar 1978. Ein Stück Kontinuität in unserem verwehten Leben … Sogar das “Waterloo” von ABBA beim Grand Prix habe ich am Bildschirm erleben dürfen. Ich stand übrigens mehr auf Anna-Frid (das hast Du falsch geschrieben ;-) . Und unsere Lehrer konnten noch stilbildend wirken. Mein Musiklehrer brachte mir Pink Floyd, Mussorgski, Tomita und Emerson Lake & Palmer nahe. Übrigens traute sich unser Englischlehrer schon nicht mehr, das von mir mitgebrachte Stück “Welcome to the machine” von Pink Floyd zu kappen. – Grüße, Axel

Wirklich die gute alte Zeit! Veles Typische kann noch ergänzt werden: für Kinderreiche gabs BundesBahn-Pass und Gratis-Schulmilch , Ostzone statt DDR, Sandmännchen, Mondlandung, Bonanza, Fury, Flipper, Kinderverschickung nach Sylt oder Tirol mit Diakonie, 1970 Erfindung der Frisbeescheibe – Gruß, Gert

“Babyboom” allein eint keine Generation! Die permantente Wiederholung einer scheinbar einenden Zeiterscheinung im Buch stimmt hinten und vorne nicht. Für uns, den Jahrgang 1959, war noch vieles anders als für den Jahrgang 1964! Wir hatten z. B. weder Mengelehrekasten noch Milchtetrapacks (unsre “Schulmilch” war in braunen Glasflaschen)! Und: Für viele von uns waren die “68-er” eher bewunderte Vorbildgeneration als lächerliche Politwirrköpfe. – Gruß, Ulrike

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Wir sind die meisten - allein 1964 wurden 1.357.000 Kinder geboren. Die Babyboomer stehen heute im besten Alter - mit jenseits der vierzig beruflich etabliert, auch privat auf einem festen Gleis, blicken wir auf spannende, wechselvolle Jahre zurück. Schwarzweißfernsehen, Bandsalat in Kassettenrekordern, ZDF-Hitparade, Prilblumen. Und Überfüllung - vom Kindergarten an. Wir sitzen heute an den Schaltstellen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - und niemand hat es gemerkt. Keiner spricht von uns, auch wir nicht über uns selbst.

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